Der Start eines neuen Müllabfuhrvertrags sollte eigentlich einen frischen Wind in den Straßen von Llucmajor bringen. Doch bereits zum Auftakt gibt es Unmut: Die Nachbarschaftspartei Llibertat Llucmajor beklagt, dass trotz neuer Vereinbarungen weiterhin altbekannte Missstände herrschen – Müllberge und chaotische Zustände prägen das Stadtbild.
Nach Angaben der Partei tummeln sich in zahlreichen Straßen seit über drei Tagen Müllsäcke und Abfälle neben den Tonnen, da die Abholung nur unzureichend erfolgt. Besonders alarmierend: Es handelt sich um Probleme, die die Gemeinde bereits seit 2015 begleiten und die offenbar mit der Neuvergabe des Dienstes keineswegs gelöst wurden. Schon im Vorfeld hatte Llibertat Llucmajor als einzige Partei gegen den Vertrag gestimmt – nun fühlen sich ihre Bedenken bestätigt.
Erhöhung der Lkw-Flotte: Die Partei fordert mehr Fahrzeuge, um die Straßen effizienter abfahren zu können.
Höhere Abfuhrfrequenz: Vor allem mit Blick auf die geplante Einführung des Haus-zu-Haus-Systems und neuer, elektronisch gesicherter Container wird mehr Engagement verlangt.
Transparenz bei Finanzen: Unverständnis herrscht über die erhebliche Differenz zwischen den jährlichen Vertragssummen (5,5 Millionen Euro) und den tatsächlichen Einnahmen aus Müllgebühren (7,5 Millionen Euro). Sprecher Alexandro Gaffar verlangt, überschüssige Mittel künftig gezielt zur Verbesserung der Müllabfuhr einzusetzen, statt sie im System versickern zu lassen.
Die Debatte über den neuen Müllabfuhrvertrag zeigt: Nachhaltige Veränderungen lassen sich nicht allein durch Vertragswechsel herbeiführen. Ob die Vorschläge der Opposition Berücksichtigung finden und das Müllchaos ein Ende nimmt, bleibt eine Frage, die die kommenden Monate beantworten werden.
Quelle: Agenturen



